Mittwoch, 11. September 2013

So kommen die Rüben in den Becher

Meckenheim (ots) - Malzig-süß und lecker gehört Grafschafter Goldsaft in vielen deutschen Haushalten auf den Frühstückstisch und ist gleichzeitig unverzichtbar für Reibekuchen und Sauerbraten. Damit das ganze Jahr über für alle Fans immer genügend Zuckerrübensirup vorrätig ist, beginnt zur Erntezeit am 18. September wieder die ca. 90-tägige Zuckerrüben-Kampagne bei der Grafschafter Krautfabrik in Meckenheim.

Der konzentrierte Saft der Zuckerrübe ist nicht nur optisch ein Augenschmaus, mit seinem charakteristischen Geschmack und wertvollen Inhaltsstoffen wie Kalium, Eisen und Magnesium ist er in jeder Hinsicht ein echter Genuss. Doch bis der Sirup in den typischen "gelben Becher" kommt, ist es ein langer Weg, der ab Mitte September seinen Lauf nimmt. Auf den Feldern in Meckenheim und der näheren Umgebung beginnen über 140 Vertragslandwirte mit der Ernte von etwa 50.000 Tonnen Zuckerrüben. In diesem Jahr wird aufgrund des kühlen Frühjahrs und des relativ regenarmen Sommers mit einem um ca. 15 % niedrigeren Rübenmengenertrag gegenüber dem Vorjahr gerechnet.

Frisch geerntet werden die Rüben zügig in der Produktion der Grafschafter Krautfabrik weiterverarbeitet. Nach dem Wiegen, dem Bestimmen des Zuckergehaltes und dem Abladen werden die Rüben zunächst gewaschen, von Blattgrün, Erde und Steinen befreit und dann von einer Schneidemaschine in fingergroße Schnitzel zerkleinert. Um den süßen Saft zu gewinnen, werden die kleinen Stückchen gekocht, gedämpft und gepresst. Dabei entsteht zunächst ein Rohsaft, der durch Reinigung von allen Feststoffteilchen befreit wird. Das Ergebnis ist der Klarsaft, der durch Verdampfen zum dickflüssigen, dunklen Zuckerrübensirup eingedickt wird.

Abgefüllt als Grafschafter Goldsaft ist die süße Spezialität mit dem "g.g.A."-Siegel der geschützten geografischen Angabe dann die ideale Zutat für die unterschiedlichsten Leckereien. Frische Ideen zum Kochen und Backen mit Grafschafter Produkten liefert ab Ende September beispielsweise das neue Grafschafter Kochbuch "Genuss für jeden Tag". Es enthält 30 einfach nachzumachende Rezepte, von kernigem Schwarzbrot bis zu fruchtigen Schweinemedaillons.

Mittwoch, 4. September 2013

KfW-ifo-Mittelstandsbarometer: Mittelstand setzt auf konjunkturelle Erholung

Frankfurt (ots) - Der positive Trend beim mittelständischen Geschäftsklima gewinnt im August deutlich an Fahrt: Die Stimmung unter kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland steigt zum vierten Mal in Folge. Mit einem Plus von 3,0 Zählern auf nun 15,0 Saldenpunkte fällt die Verbesserung überdurchschnittlich hoch aus, die vorangegangenen drei Anstiege kamen auf durchschnittlich nur 0,7 Punkte. Beide Komponenten des Geschäftsklimas tragen im August nahezu gleich stark zur Verbesserung bei: Die Einschätzungen zur aktuellen Geschäftslage steigen um 3,1 Zähler auf 21,5 Saldenpunkte, die Geschäftserwartungen fürs kommende Halbjahr um 2,9 Zähler auf 8,2 Saldenpunkte.

Auch von den Großunternehmen kommen im August gute Nachrichten. Mit einem Zuwachs von 2,8 Zählern auf 11,0 Saldenpunkte halten die großen Firmen bei der Klimaverbesserung mit den kleinen und mittleren Unternehmen annähernd Schritt. Für die international aufgestellten Großunternehmen - in den vergangenen zwei Jahren durchgängig schlechter gestimmt als der Mittelstand - ist es das höchste Klimaniveau seit dem Mai 2012; ihr Erwartungsindikator erreicht im August sogar ein 25-Monats-Hoch. Dies spricht dafür, dass die Firmen zunehmend auf eine Erholung der wichtigen Exportmärkte - für Deutschland ist das nach wie vor Europa - setzen.

Der aktuelle Klimaanstieg wird von einem breiten Branchenfundament getragen: Auffällig ist das sehr kräftige Plus im Großhandel, der an der Schnittstelle von Binnen- und Außenwirtschaft steht (Mittelständler: +8,8 Zähler auf 18,1 Saldenpunkte; Großunternehmen: +8,7 Zähler auf 11,8 Saldenpunkte). Auch im exportstarken und für die deutsche Konjunktur wichtigen Verarbeitenden Gewerbe hellt sich die Stimmung überdurchschnittlich auf. Demgegenüber trübt sich das Bauklima etwas ein, was nach dem vorübergehenden witterungsbedingten Push im Frühjahr aber unbedenklich ist.

"Das rundum gute August-Ergebnis des KfW-ifo-Mittelstandsbarometers gibt unseren Konjunkturhoffnungen Rückenwind: Auch die Mittelständler setzen auf Erholung, die deutsche Wirtschaft peilt einen Expansionskurs an", sagt Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe. "Wir erwarten, dass neben dem Konsum und dem Wohnungsbau künftig auch wieder vermehrt Exporte und, infolge steigender Kapazitätsauslastungen, Unternehmensinvestitionen zum Wirtschaftswachstum beitragen werden. Dabei setzen wir vor allem auf eine weitere Stabilisierung in Europa, aber auch darauf, dass die heftigen Finanzmarktreaktionen auf die angekündigte Rückführung des Anleihekaufprogramms durch die US-Notenbank die wirtschaftliche Dynamik in den Schwellenländern nicht zum Erliegen bringt. Die deutsche Wirtschaft dürfte in diesem Jahr um 0,6 %, im Jahr 2014 um 2,0% wachsen." Risiken dürfe man trotz allen gut begründeten Optimismus nicht ignorieren. Besonders in Europa sei das Rückschlagpotenzial trotz erster Lichtblicke weiter hoch.

Eine ausführliche Analyse mit Datentabelle und Grafik zum aktuellen KfW-ifo-Mittelstandsbarometer ist unter www.kfw.de/mittelstandsbarometer abrufbar.

Mittwoch, 28. August 2013

Netto Marken-Discount publiziert People-Magazin mit Spar-Effekt

Maxhütte-Haidhof (ots) - Netto Marken-Discount bringt Anfang September 2013 ein eigenes People-Magazin heraus: gold wird monatlich über Prominente, Gesundheit, Mode und weitere Lifestyle-Themen berichten. Ein weiterer Fokus der redaktionellen Berichterstattung sind Reportagen über Genuss, Rezepte und Lebensmittel. Mit einer Startauflage von 350.000 Exemplaren und einem Verkaufspreis von 66 Cent richtet sich das neue People-Magazin des Lebensmittel-Discounters insbesondere an Kundinnen zwischen 30 Jahren und 59 Jahren. Neben der facettenreichen Themenauswahl werden insbesondere die 24 Spar-Coupons einen großen Kaufanreiz für die Leserinnen darstellen.

Das neue People-Magazin von Netto Marken-Discount wird jeden Monat auf 84 Seiten einen hohen Unterhaltungswert bieten. In der Berichterstattung von gold wird sich auch die Lebensmittel-Kompetenz des Unternehmens widerspiegeln: Neben Rezeptideen zum einfachen Nachkochen gibt gold den Leserinnen Genuss-Tipps sowie Informationen rund um Lebensmittel und eine gesunde Ernährung. "Mit unserem Magazin gold bieten wir unseren Kunden einen vielseitigen Themen-Mix kombiniert mit Sparangeboten für den Lebensmittel-Einkauf in unseren Filialen", so Christina Stylianou, Leiterin Unternehmenskommunikation des Unternehmens.

Weitere Informationen zum People-Magazin von Netto Marken-Discount stehen unter www.gold-magazin.de.

Montag, 19. August 2013

EUROPACE Hauspreis-Index EPX: Aufwärtstrend bei Kaufpreisen setzt sich fort

Berlin (ots) - Der Europace Hauspreis-Index EPX setzt im Juli nach einer kleinen Pause seinen Aufschwung fort. Der EPX-Gesamtindex zieht gegenüber dem Vormonat um 0,70 Prozent an und erreicht mit 113,21 Zählerpunkten ein Allzeithoch. Die Entwicklung beruht vor allem auf dem Anstieg des EPX-Teilindex für Eigentumswohnungen, der mit 1,43 Prozent das stärkste Wachstum verzeichnet.

Auf Jahressicht steigen die tatsächlichen Kaufpreise für Wohnraum im Bundesgebiet um 5,79 Prozent. Bestandsimmobilien weisen mit 6,67 Prozent die größte Verteuerung im Vergleich zum Vorjahr auf. Es folgen Eigentumswohnungen mit 5,46 Prozent und neue Ein- und Zweifamilienhäuser mit 5,34 Prozent.
Bewertung und Prognose:

"Wir erwarten, dass sich die Kaufpreise im nächsten Monat gleichbleibend bis steigend entwickeln", berichtet Thilo Wiegand, Vorsitzender des Vorstands der Euopace AG. "Der positiven Lage zum Trotz bestehen nach wie vor Risiken." Denn nicht allein die anhaltende Euro-Krise, sondern auch der Ausgang der Bundestagswahlen und Koalitionsverhandlungen habe auf die Wohnungswirtschaft Einfluss.
"Die zur Diskussion stehenden Regulierungen wie die Deckelung der Neuvertragsmieten oder eine Vermögenssteuer senken den Investitionsanreiz", meint Wiegand. "Die gerade anziehende, vor allem in Ballungsgebieten notwendige Bautätigkeit würde nachlassen mit Folgen auch für die Entwicklung der Mietpreise."

"Dies zeigt, dass die Politik die Rahmenbedingungen des Wohnungsmarktes gestaltet", so Wiegand. "Der politische Einfluss äußert sich auch bei der Festsetzung der Grunderwerbsteuer und dem Verkauf von Grundstücken oft im Höchstbieterverfahren." Der Verzicht auf Höchstpreise verbunden mit bestimmten Auflagen wie einer Mietpreisbindung oder der Festlegung eines Vermietungsanteils könne ebenso wie das Nicht-Anheben der Grunderwerbsteuer die Baukosten senken und den Neubau stärken.

Die EPX-Preisindizes im Detail: Gesamtindex: Stark steigend

Monat        Indexwert    Veränderung zum Vormonat
Juli 2013    113,21       + 0,70 %
Juni 2013    112,43       - 0,38 %
Mai 2013     112,85       + 1,51 % 
Eigentumswohnungen ("apartments"): Stark steigend
Monat        Indexwert    Veränderung zum Vormonat
Juli 2013    114,04       + 1,43 %
Juni 2013    112,43       - 0,67 %
Mai 2013     113,19       + 2,60 % 
Neue Ein- und Zweifamilienhäuser ("newhomes"): Stark steigend
Monat        Indexwert    Veränderung zum Vormonat
Juli 2013    120,75       + 0,68 %
Juni 2013    119,94       - 0,01 %
Mai 2013     119,95       + 0,86 % 
Bestehende Ein- und Zweifamilienhäuser ("existinghomes"): Stabil
Monat        Indexwert    Veränderung zum Vormonat
Juli 2013    104,85       - 0,06 %
Juni 2013    104,91       - 0,47 %
Mai 2013     105,41       + 1,10 % 
 
 
Über den EUROPACE Hauspreis-Index EPX
Der EUROPACE Hauspreis-Index EPX basiert auf tatsächlichen Immobilienfinanzierungstransaktionsdaten des EUROPACE-Marktplatzes. Über EUROPACE werden rund 15 Prozent aller Immobilienfinanzierungen für Privatkunden in Deutschland abgewickelt. Der EPX wurde im Jahr 2005 gemeinsam mit dem Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung BBR entwickelt und wird seitdem monatlich erhoben. Der Gesamtindex besteht aus den Daten der Einzelindizes für Bestands- und Neubauhäuser sowie für Eigentumswohnungen. Erläuterungen zur hedonischen Berechnungsmethodik finden Sie unter http://www.europace.de/indizes.html.
Über EUROPACE

Der internetbasierte Finanzmarktplatz EUROPACE wird von der Europace AG und ihren Schwestergesellschaften betrieben. EUROPACE ist die größte deutsche Transaktionsplattform für Immobilienfinanzierungen, Bausparprodukte und Ratenkredite. Ein voll integriertes System vernetzt über 200 Partner aus den Bereichen Banken, Versicherungen und Finanzvertriebe. Mehrere tausend Nutzer wickeln monatlich über 20.000 Transaktionen mit einem jährlichen Volumen von rund 30 Mrd. Euro über EUROPACE ab. EUROPACE ist mit dem TÜV Datenschutzgutachten zertifiziert. Die Europace AG ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Hypoport AG, die an der Deutschen Börse im Prime Standard gelistet ist.

Mittwoch, 14. August 2013

BGA: Deutsche Wirtschaft zurück mit kräftigem Wachstumsschub

Berlin (ots) - "Die deutsche Wirtschaft zeigt sich enorm krisenresistent. Deutschland zählt derzeit zu den Wachstumslokomotiven nicht nur in Europa sondern weltweit. Das ist auch ein klares Signal an unsere europäischen Nachbarn: Die Anstrengungen von Reformen zahlen sich mittel- und langfristig aus." Dies erklärte Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin zu den heute vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Wachstumszahlen des Bruttoinlandsproduktes im zweiten Quartal 2013.

"Machen wir uns nichts vor, trotz der positiven Zahlen wächst der schon jetzt erhebliche Modernisierungsbedarf hierzulande, wir leben von der Substanz. Es gilt jetzt die Voraussetzungen für künftiges Wachstum zu schaffen. So müssen wir wesentlich mehr investieren in den Erhalt und den Ausbau der Infrastruktur und in Bildung. In beiden Bereichen besteht enormer Nachholbedarf, damit unsere exportorientierte Wirtschaft ihre Spitzenposition in vielen Branchen und Segmenten behaupten kann. Sprudelnde Steuereinnahmen in Rekordhöhe machen das möglich auch ohne Steuererhöhungen jedweder Art, die die Motivation und Leistungsfähigkeit bei Bürgern und Betrieben mindern", so Börner abschließend.

Montag, 12. August 2013

Speeddating für Start-ups auf der deGUT 2013: Die besten Ideen erhalten professionelle Begleitung durch Business Angels

Berlin/Potsdam (ots) - Das Erfolgsformat Speeddating mit Business Angels findet auch in diesem Jahr wieder auf den Deutschen Gründer- und Unternehmertagen (deGUT) statt. Für die Aktion, die in Kooperation mit dem Business Angels Club Berlin-Brandenburg e. V. (BAC) veranstaltet wird, können sich bis zum 04.10.2013 Gründerinnen und Gründer bewerben, die von Business Angels langfristig beraten und professionell begleitet werden möchten.

Unter allen Anmeldungen, die online unter www.degut.de erfolgen, wählt der BAC fünf Start-ups aus. Diese bekommen die Chance, am 26.10.2013 den Business Angels und den Messebesuchern auf der deGUT ihr Konzept vorzustellen. Dafür haben sie genau acht Minuten Zeit. Die überzeugendsten Geschäftsideen erhalten ein Coaching zur Weiterentwicklung der Idee bzw. des Unternehmens.
"Die Business Angels unterstützen die Gründer und Unternehmer mit Knowhow und wertvollen Kontakten. Mit ihren Erfahrungen und Branchenkenntnissen, die sie selbst aus ihrem Unternehmertum gewonnen haben, sind sie ein Mehrwert für die Messe. Die Besucher können in persönlichen Gesprächen vor Ort davon profitieren. Daher freuen wir uns über das Engagement des BAC auf der deGUT", so Dirk Maass, Projektleiter der deGUT des Landes Berlin.

Thomas Dankwart, Vorstand und BAC-deGUT-Koordinator: "Das Speeddating ist mittlerweile ein fester Bestandteil und einer der Höhepunkte der deGUT. Die sich präsentierenden Start-up-Teams erklären in wenigen Minuten ihr Geschäftsmodell und erhalten ein unmittelbares Feedback, ob die Geschäftsidee ankommt. Direkt im Anschluss haben die Gründer Gelegenheit, mit Business Angels und anderen Interessierten ins Gespräch zu kommen. Oft werden bereits auf der deGUT konkrete Termine und Arbeitsschritte besprochen, um eine Beteiligung entlang der Gründungsidee auszuloten." Bernd Monitor, Vorstand des BAC: "Der BAC ist einer der erfahrensten und ältesten Player in der Berliner Start-up-Szene. Allein durch unsere unaufgeregte Art, mit Gründern zu arbeiten, haben wir ein Alleinstellungsmerkmal. Im Gegensatz zu kommerziellen Inkubatoren und Acceleratoren benötigen wir keine schnellen Erfolge, das gibt Gründerinnen und Gründern Zeit für die sorgfältige Konzeption des Vorhabens."

Eines der von Business Angels begleiteten Unternehmen ist WELLTHY. Dazu Timo Switalla, Founder und Geschäftsführer von WELLTHY: "Ich habe die Business Angels auf der deGUT 2012 kennen gelernt. Seitdem haben wir einen regen Kontakt. Die Business Angels begleiten mich seit dieser Zeit mit Rat und Tat. Gerade in Finanzierungsfragen und bei der Weiterentwicklung meines Geschäftsmodells habe ich wertvolle Tipps und Kontakte erhalten, die mich weitergebracht haben."
Manche Vorhaben brauchen vielleicht noch etwas Zeit. Für Besucherinnen und Besucher bietet das Speeddating daher auch die Möglichkeit, von anderen zu lernen. Denn: Eine Idee schnell und verständlich darzustellen, das kommt auf alle Gründerinnen und Gründer zu.

Über die deGUT:
Die Deutschen Gründer- und Unternehmertage (deGUT) finden am 25. und 26. Oktober 2013 zum 29. Mal statt. Es werden über 6.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu dieser wichtigen Messe rund um Existenzgründung und Unternehmertum auf dem ehemaligen Berliner Flughafen Tempelhof erwartet. Mehr als 130 Aussteller und das kostenlose Seminar- und Workshopprogramm bieten den Messebesucherinnen und -besuchern an zwei Tagen fundiertes Wissen und Beratung sowie intensive Kontakte zu Gleichgesinnten, Förderern und Mentoren.

Freitag, 9. August 2013

EU-Kommission: "Made in Germany" nicht in Gefahr

Berlin (ots) - Die Europäische Kommission weist Berichte über angeblich von ihr geplante Einschränkungen bei der Verwendung des "Made in Germany"-Labels zurück. Weder will die Kommission die Herkunftsbezeichnung abschaffen noch erschweren.

Im Gegenteil: Durch die im Februar vorgelegten Vorschläge zur Produktsicherheit wird das Label "Made in Deutschland" gestärkt und in der gesamten EU rechtlich besser geschützt. In dem Gesetzespaket heißt es dazu: "Bei Produkten, die in der EU hergestellt worden sind, ist als Ursprung entweder die EU oder ein bestimmter Mitgliedstaat anzugeben." (Artikel 7, Verordnungsentwurf über die Sicherheit von Verbraucherprodukten).

Genauer: die Herkunft eines Produktes ist das Land, wo die letzte wesentliche, wirtschaftlich gerechtfertigte Be- und Verarbeitung stattfindet. Eine Tasche, die also in Deutschland aus importiertem Leder zu einer fertigen Tasche verarbeitet wird, gilt dann als "Made in Germany". Die Vorschläge der Kommision sollen also sicherstellen, dass ein Produkt "Made in Germany" auch wirklich in Deutschland produziert worden ist.
Zurzeit gibt es kaum gemeinsame Regeln zur Herkunftskennzeichnung, so dass Unternehmen als Herstellungsort ihres Produkts angeben können, was sie wollen. Aber Unternehmen, die in der EU produzieren, sollten ihre Kunden über die Herkunft ihrer Produkte informieren können und gegen falsche Herkunftsangaben ihrer Wettbewerber geschützt sein. Deutschland hat keine bindende Gesetzgebung zur Nutzung von "Made in Germany". Die Verantwortung liegt zurzeit bei den Herstellern. Das OLG Düsseldorf hat aber 2011 ausgeführt dass Kunden erwarten dass mit "Made in Germany" und "Produziert in Deutschland" gekennzeichneten Waren maßgeblich in Deutschland hergestellt werden. Die Vorschläge der Kommission sind in diesem Sinne.

Herkunftskennzeichnung war schon immer ein schwieriges Thema im Binnenmarkt. Viele Mitgliedstaaten haben versucht, Regeln zur nationalen Herkunftskennzeichnung einzuführen. Von daher gibt es einen klaren Bedarf seitens der Mitgliedstaaten, die Herkunftsbezeichnung klar zu regeln. Auch das Europäische Parlament hatte eine Gesetzesinitiative zum Thema Herkunftsbezeichnung gefordert. Außerdem führt das Fehlen von Regeln zu vielen Missbräuchen im Binnenmarkt.

Der Vorschlag ist eine praktische Lösung für ein schwieriges Problem. Er wird nationale Hindernisse unterbinden, die auf unterschiedlichen Regeln zur Herkunftsbezeichnung herrühren, und schützt Unternehmen vor unlauterem Wettbewerb. Der Vorschlag wird keine Zusatzkosten für Unternehmen zur Folge haben und ist frei von zusätzlichen Bürokratiekosten. Und Qualitätskennzeichnung fällt nicht in den Wirkungsbereich des Vorschlags. Der Vorschlag betrifft nur reine Verbraucherprodukte.

Mehr Informationen zu dem Gesetzespaket zur Produktsicherheit finden Sie hier. http://ots.de/SjFkj